FRUSTSCHUTZ-ADVENTSKALENDER
Türchen 21: Spuren statt Staub
Mira zog die warme Jacke enger um sich, als sie durch den winterlichen Park spazierte. Die Luft war klar, und die Kälte biss ihr in die Nase, doch sie genoss den Moment der Ruhe. Ihre Schritte führten sie zu einer Bank, die sie schon oft passiert hatte, doch diesmal sprang ihr etwas ins Auge, das ihr zuvor nie aufgefallen war: eine kleine silberne Plakette.
Neugierig trat sie einen Schritt näher und las die Worte: „In Erinnerung an Paul, der die Welt ein Stück heller gemacht hat.“
Mira spürte, wie ihr ein warmer Schauer über den Rücken lief und sie eine Gänsehaut bekam. Die Worte ließen sie nicht los. Was bedeutete es wohl, die Welt ein Stück heller zu machen? Und was würde sie selbst hinterlassen, wenn sie eines Tages auf ihr eigenes Leben zurückblickte?
Ihre Gedanken gingen auf Wanderschaft. Sie erinnerte sich an all die Menschen, die ihr eigenes Leben berührt und dadurch ihren Alltag ein wenig heller und schöner gemacht hatten – durch ein Lächeln, ein ermutigendes Wort oder eine kleine Geste, die so viel bewirkt hatte. Oft waren es die unscheinbaren Dinge, die doch in der Tiefe etwas verändert hatten.
Während sie weiterging, fragte sie sich: „Welche Spuren möchte ich selbst in meinem Leben hinterlassen? Und wie könnte ich die Welt um mich herum ein kleines bisschen besser machen?“
Der Gedanke machte sich in ihrem Herzen breit und begann von dort aus in alle Zellen zu fließen: Es mussten keine große Taten sein. Vielleicht war es ein ehrlich gemeintes Kompliment, ein offenes Ohr für jemanden, der gerade schwierige Zeiten durchmachte, oder einfach die Entscheidung, die eigenen Talente und Ideen mutig mit anderen zu teilen.
Mit einem Lächeln beschloss Mira, den heutigen Tag zu nutzen, um die ersten kleinen Spuren zu setzen – Spuren, die vielleicht eines Tages tatsächlich einen Unterschied machen würden.
Mira merkt, dass es oft die kleinen Spuren sind, die etwas in Bewegung bringen. Morgen geht ihre Reise weiter.
Frustschutz- Gedanke des Tages:
Spuren, die bleiben
Manchmal stolpert man über eine Frage,
die einen nicht mehr loslässt.
Nicht, weil er so klug war, sondern weil sie etwas berührt hat.
Diese Frage zum Beispiel:
Welche Spuren möchte ich hinterlassen?
Nicht irgendwann, sondern ganz konkret hier und jetzt, mitten im Leben.
Vielleicht merkst du, dass du da sofort ins Nachdenken kommst oder aber, dass es dich eher ruhig macht.
Beides ist voll okay.
Es geht heute nicht darum, etwas Besonderes zu tun, und auch nicht darum, ein besserer Mensch zu sein.
Es müssen keine großen Gesten sein, denn oft sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen.
Vielleicht ein ehrliches Kompliment, ein Anruf bei einer Freundin, die sich über Aufmerksamkeit freut, oder ein Gedanke, den du in die Welt tragen möchtest.
Manchmal hinterlässt man Spuren, weil man ehrlich ist oder weil man ein offenes Ohr hat oder jemanden anlächelt.
Wenn du magst, nimm dir einen Moment und schreib dir auf, was dieser Gedanke mit dir macht.
Nicht als Aufgabe, sondern einfach, um ihn nicht gleich wieder zu verlieren.
Spuren statt Staub
Dein kleines Erinnerungskärtchen-Set
Zu diesem Gedanken habe ich dir ein kleines Set mit Erinnerungskärtchen vorbereitet.
Nicht, um dich zu motivieren, sondern als Begleitung und Unterstützung.
Vielleicht legst du eines irgendwo hin.
Vielleicht bleiben sie erst einmal liegen.
Vielleicht kommen sie später.
Du wirst merken, ob und wann sie für dich passen Hier kannst du dir die Kärtchen anschauen
